Management

Blackout Problems

Synopsis
​Kontrolle abgeben, Augen zu und mit voller Energie hinein ins Kaos! Blackout Problems wagen zwei Jahre nach ihrem Debüt den Blick nach innen und zeigen sich als musikalisch wie persönlich gewachsenen Alternative-Rock Band der man die emotionalen Extremsituationen eines Lebens zwischen Dauer-Tour und künstlerischem Befreiungskampf zu jeder Sekunde anhört.
Text
Ihr neues Album „Kaos“ vertont nun in sphärischen Gitarrenflächen und Texten den Moment des Aufbruchs ins Unbekannte, dicht gefolgt von ständiger Resignation und Zweifel. Die Sekunde, in der alles in sich zusammenfällt. Und Neues entsteht.

Ein Ende oder eine Trennung kann entweder in positive Veränderung münden oder Dich in einen Abgrund reißen. "Kaos" ist in intensiven und unsteten Lebenssituationen entstanden. Es ist der kathartische Versuch, selbst negativsten Gefühlen etwas Mut machendes abzugewinnen, wie der unter die Haut gehende Song „Kontrol“, eine tieftraurige Ballade, die sich im Recoringprozess zu einer kraftvollen Hymne für den schmerzhaften, aber reinigenden Prozess des Loslassens wandelt. Herausgeschrien mit „You make me lose control“ und damit ein Türöffner hinein in das Herz des "Kaos".

Die Quälende Unsicherheit gehört zur Entwicklung, die jedes Bandmitglied von Blackout Problems auch persönlich in den letzten Jahren durchgemacht hat, wie Sänger Mario selbst beschreibt: „‚Kaos‘ ist, wenn dein Fundament bröckelt und die Dinge aus der Norm geraten. Das Album zu schreiben hat uns an manchen Tagen innerlich zerfetzt aber uns auch gezeigt, wie wohltuend der Blick in unser Innerstes sein kann"

Die musikalische Weiterentwicklung geschah dabei absolut autark: Kein Genre wurde einfach kopiert, jeder Song entzieht sich üblichen Kategorisierungen. Atmosphärische Gitarren fräsen sich ins Langzeitgedächtnis jedes Alexisonfire- oder Being As An Ocean-Fans, schwere Melancholie lässt Heisskalt-Gänsehaut aufkommen, der Spagat zwischen Verkopftheit und Eingängigkeit ist auf dem Level der Alternative-Größen Biffy Clyro. Das treibende „Queen“ etwa ist prädestiniert für schwitzige Club-Moshpits, während die Single „Kaos“ fast drei Minuten Trance aufbaut, bevor der Song zu explodieren beginnt. Stellvertretend für die ruhige Seite des Albums verzichtet nicht nur „Holly“ ganz auf Eskalation und entfaltet allein durch weite Soundflächen seine Wirkung. Am Ende steht so noch nie gehörter Alternative Rock zwischen weiten Spannungsbögen, Post- Hardcore-beeinflusster Wucht, Klavier-Melancholie und elektronischen Feedback-Sounds – ein gleichermaßen leidenschaftlich zerrissener und kalt desillusionierter Aufschrei.

Wie schon auf dem Vorgängeralbum "Holy", dessen Cover der niedergebrannte Brighton-Pier ziert, entschied sich die Band für "Kaos" erneut für die Darstellung abnormer Architektur, um ihr Album zu visualisieren. Der Nevigeser Wallfahrtsdom in der Nähe von Velbert verstört auf den Innenseiten des Booklets und eingebettet im Frontartwork mit seinen abstrakten Formen und dem groben, unterkühlten Korpus. Das brutalistische architektonische Konzept spiegelt den harten Prozess der Auseinandersetzung der Band mit ihren eigenen Dämonen.
 
Info
GENERAL REQUESTS: Niko Prade